26. NDR Drachenbootfestival Schwerin - 26. bis 27.08.2017

 

Und wie jedes Jahr war es nun endlich wieder so weit:

 

Das Drachenbootfestival in Schwerin lud mit seiner prächtigen Atmosphäre ein.

Auch wir wollten uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen und ein Teil des Großen Preises sein.

 

Nachdem im letzten Jahr ein hervorragender 4. Platz im A-Finale der Champions-Klasse erreicht wurde, lag die Messlatte für dieses Jahr sehr hoch.

 

Das Starterfeld hatte es wahrlich in sich und die Konkurrenz war furchterregend.

Aber wer hätte was anderes erwartet? :)

 

So waren etliche Top-Teams vertreten und wir wussten, dass wir das Boot schon zerreißen müssten, um wieder vorn mitzufahren.

Im Training der letzten Wochen lief längst noch nicht alles rund und einige Veränderungen im Team ließen keine wirkliche Prognose zu. Also hieß es, dass Beste draus machen und die „Zitrone bis zum letzten Tropfen ausquetschen“.

 

Darum wurden die Ziele für die 200 m im Mixed-Bereich mit dem Erreichen des C-Finals auch deutlich zurückgeschraubt und auch bei den 1000 m rund um den Pfaffenteich wurde tief gestapelt.

Unser Team an diesem Wochenende setzte sich aus erfahrenen Drachenboot-Sportlern und einigen Neulingen zusammen, für die es der erste Wettkampf in dieser Größe und in einem so starken Starterfeld war.

 

Im 1. Vorlauf erwischten wir gleich einen hammerharten Lauf, schließlich waren mit der „Fetten Motte“ und „Spojnia Warszawa“ zwei Teams vertreten, die zu den Favoriten auf den Sieg beim Großen Preis zählten.

Für uns bedeutete das, schon mal alles raus zu hauen, möglichst vorn dran zu bleiben und eine erste gute Zeit zu fahren.

Und es gelang, nach 49,96 Sekunden erreichten wir als Dritter  die Ziellinie und alle waren froh, einen guten Start in das Rennwochenende hingelegt zu haben.

 

Nun galt es, dieses Ergebnis auch im 2. Vorlauf zu bestätigen.

Dieser Vorlauf war sehr ausgeglichen. Aufgrund der Ergebnisse vom Vormittag bewegten sich fast alle Teams auf gleichem Niveau.

 

Los gings! Aber was war denn das?

In einer Zeit von 51,28 Sekunden blieben wir deutlich unter unserem Leistungsniveau vom Vormittag.

Ok, die Qualifikation für die Championsklasse stand, aber das geht doch deutlich besser, oder?

 

Also Mund abwischen und sich auf die 1000 Meter konzentrieren.

 

Aufgrund des Ergebnisses aus dem 1. Vorlauf wurden wir mit dem Startplatz 13 als erster im zweiten Block in die Runde geschickt.

Auch wenn die längere Strecke nicht grad als unsere Paradedisziplin gilt, haben wir alles reingehauen, bis zum Umfallen gekämpft und das Boot im wahrsten Sinn über die Ziellinie geschleppt.

Als Ergebnis stand am Ende ein 20. Platz mit einer Zeit von 4:27,57 min.

Diese Zeit war zum Vorjahr zwar drei Sekunden langsamer, aber auch damit konnten wir durchaus zufrieden sein.

 

Danach schnell umziehen, ab nach Hause frisch machen und dann zur Drachenbootparty.

Highlight war hier ganz klar das gigantische Feuerwerk, welches wohl allen Besuchern und Partygästen ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. :)

 

Apropos Feuerwerk!

 

Wenn wir das Halbfinale erreichen wollten, mussten wir dieses Feuerwerk gleich Sonntag früh abbrennen, da sich im Zwischenlauf nur die beiden Erstplatzierten qualifizieren und der Rest auf Platzierungsfinals verteilt wurde.

Also: A....backen zusammen kneifen und prügeln, was das Zeug hält.

Es funktionierte!

Nach einem knackigen Start konnten wir unseren Vorsprung bis ins Ziel retten und uns als Zweitplatzierter mit 49,16 Sekunden hinter den „Spreecoyoten“ einen Halbfinal-Platz sichern.

Schon mal mindestens Platz 12 in der Gesamtwertung.

 

Puh, das fast Unmögliche war geschafft, nun kurz durchatmen und dann ab ins Halbfinale. Vielleicht gelingt uns ja noch ein Husarenstück. ;)

Um es kurz zu machen, die Favoriten wurden ihrer Rolle gerecht und so sprang für uns ein 5. Platz mit einer Zeit von 49,59 Sekunden heraus.

 

B-Finale!!!

 

Dieser letzte Lauf des Tages sollte es in sich haben.

Völlig unerwartet hat das Team „Spojnia Warszawa“ das A-Finale verpasst und somit fuhr der letztjährige Zweitplatzierte als Topfavorit im B-Finale.

Dahinter war alles offen.

Wir würden schon einen Traumlauf benötigen, um vorn dabei zu bleiben und um die Pokale mitfahren zu können.

Aber allein die Tatsache, die gesetzten Ziele erreicht bzw. noch besser abgeschnitten zu haben, erzeugte bei uns noch mal ein Freisetzen aller Kräfte.

 

Jetzt kam die berüchtigte „Zitrone“ wieder ins Spiel.

Noch mal alles ausquetschen, was da war, alles raushauen.

 

Bääääääm, das hat gesessen!

In einem B-Finale mit sehr starken Mannschaften konnten wir nach Überfahren der Ziellinie den 2. Platz hinter den Sportsfreunden aus Polen für uns verbuchen.

Wahnsinn, was für ein klasse Ergebnis am Ende eines langen Tages.

Überglücklich nahmen wir den Pokal in Empfang. :)

 

Ach ja, die Zeit:

Mit 49,06 Sekunden konnten wir unsere Zeit vom Vormittag noch einmal steigern.

Wenn es doch immer so wäre. ;)

 

Ein tolles Rennwochenende liegt hinter uns und der Eine oder Andere verspürt noch die Auswirkungen der anstrengenden Rennen.

Wir danken dem Veranstalter für die tolle Organisation und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

 

In diesem Sinne, bleibt sportlich und bis bald. :)

 

Eure Blues Brothers aus Schwerin

Rennergebnisse

1000m Langstrecke


200m - 1. Vorlauf

200m - 2. Vorlauf


200m - Zwischenlauf

200m - Halbfinale


200m - B-Finale